04.05.2012 Ich stehe schon kurz nach 7 auf, um möglichst schnell für Boneca ein trockenes Plätzchen zu organisieren. Wie schon am Abend gibt es erst mal eine Sonderration Kraftfutter von Pedro mit Karotten- und Apfelstückchen. Boneca ist zwar beleidigt, nimmt dann aber doch kräftig kauend das Futter an.

Zurück im Kneipenbereich des Hostals steht an Stelle des Wirtes von gestern ein junges Mädchen, das ich sofort auf meinen Esel und den nötigen Stall aufmerksam mache. Zunächst besteht auch hier keinerlei Bereitschaft aktiv zu werden. Ich bleibe aber hartnäckig und verweise auf die Möglichkeit ein Telefon zu benutzen. Es werden einige Telefonbücher aufgeschlagen und mit einem „gibt es nicht“ wieder zu gemacht. Ich habe auf dem Weg hierher viele landwirtschaftlich genutzte Ställe gesehen. Ich frage also die junge Dame ob es hier keine Pferde gibt? Dann frage ich die inzwischen eingetroffen Freunde des morgendlichen Alkohols ob es hier einen Pferdestall gibt. Aber von hier erwarte ich nicht besonders viel Unterstützung. Immerhin wird noch einmal das dickste Telefonbuch konsultiert. Inzwischen wurde auch noch einmal der Herr Papa angerufen, der mir mitteilen ließ es gäbe keinen Stall. Das wische ich aber mit einem inzwischen etwas säuerlichen imposible vom Tisch und frage wieder nach Pferdebesitzern vor Ort. Endlich kommt jemand von der Kaffeetrinkerfraktion vorbei, der jemanden kennen könnte. Es werden Telefonnummern ausgetauscht und nach einem Anruf erhalte ich zur Info, in 10 Minuten kommt jemand vorbei, der mir hilft. Na also, geht nicht gibt’s nicht… Eine halbe Stunde später kommen Bienvenido Hernandez Perez in Begleitung seiner Frau Maria Jose Diego Gonzalez vorbei. Maria spricht englisch und so haben wir schnell eine Unterkunft für Boneca besorgt. Ich hole Boneca, packe Ihr den Sattel und die leeren Packtaschen auf, da ich vermute in einem Stall mehr Lagermöglichkeiten vorzufinden als hier im Hostal und so machen wir uns auf den beschriebenen Weg etwa 2 Km entfernt zum Stall. Hier sind dann Sattel und Taschen schnell verstaut, Boneca bekommt Ihre eigene Box mit frischem Wasser und einem Willkommenshappen. Ich bleibe noch eine Weile bei Ihr und mache mich dann im Regen zurück nach Ledesma. Jetzt wo alles geklärt ist, kann ich alles viel entspannter angehen. Die morgendliche Dusche war erst mal wegen mangelnden warmen Wassers verschoben worden. Das sollte inzwischen behoben sein und in der Tat, es tut gut nach einer heißen Dusche den Körper von der Matratze ganz sanft massieren zu lassen…

05.05.2012 Der Samstag steht im Zeichen des Regens, einiger Freundschaftsbesuche für Boneca und der hiesigen Tapabars…

  • Gaby:

    Hallo Ralf, wir lesen ganz aufmerksam Deine kurzweiligen Berichte und bewundern Deine Geduld und Dein Durchhaltevermögen. Hoffentlich werden die Probleme weniger und die Etappen etwas länger und positiver. Viel Glück VG Gaby

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